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Losung

Losung für Samstag, 16. Dezember 2017
Weh denen, die Unheil planen, weil sie die Macht haben!
Micha 2,1

Jesus rief sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an. Aber so ist es unter euch nicht; sondern wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein.
Markus 10,42-43

© Evangelische Brüder-Unität

Monatsspruch Juni 2005 Wir müssen durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen. Apostelgeschichte 14,22

Liebe Gemeinde, 
wenn man jung ist, 15, 16 oder 17 Jahre alt, zudem in Mitteleuropa lebt, dann liegt sehr viel vor ei-nem: Schule, Ausbildung, Berufswahl, Freund/Freundin, erste Stelle, Familie, Geld, Karriere, ein Häuschen ... Für die einen ist das ein erschreckender Gedanke, für die anderen ein erfreulicher, für ei¬nen Dritten ein Tatbestand, den es zu akzeptieren gilt.
Was bringt die Zukunft? Wohin gehe ich? Wie wird mein Lebensweg aussehen? Wohin geht die Reise? Wo werde ich irgendwann landen? Der Wunsch der meisten jungen Menschen ist es sicherlich, ihren Lebensweg erfolgreich zu gehen. Und es ist gut, wenn junge Menschen eher optimistisch und voller Träume sind, als dass sie pessimistisch und hoffnungslos in die Zukunft blicken.
Jede und jeder wird allerdings die unterschiedlichsten Erfahrungen in seinem Leben machen. Erfolge und Misserfolge, Glück und Pech, Gutes und weniger Gutes werden sich abwechseln. Jeder und jede wird aller Wahrscheinlichkeit nach - und ist sie oder er auch noch so erfolgreich -  von Menschen Ab-schied nehmen, Abbrüche von Beziehungen verkraften, sich mit Krankheit und Tod bei nahen Menschen oder bei sich selbst aus¬einander setzen müssen. Und wenn dann noch Arbeitslosigkeit, Scheidung, eine unheilbare eigene Krankheit hinzukommen, dann gerät Vieles ins Wanken.
Von solchen Erfahrungen spricht die Bibel an zahlreichen Stellen. Auch der Monatsspruch für den Monat Juni: „Wir müssen durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen.“ Jesus selbst, die Jünger, der Apostel Paulus und viele, viele nach ihm haben diese Erfahrung gemacht: Krankheit, Not, Tod, Verfolgungen und Misserfolge gehören zum mensch-lichen Leben. Darunter leiden Menschen! Das Leben ist eben nicht nur spaßig, sondern wir müs-sen durch viele Bedrängnisse hin-durch.
Doch auch dies gilt: Viele Menschen erleben, dass böse Erfah-rungen nicht das letzte Wort haben - wie bei Jesus: Er wurde verraten, verhaftet, verhört, gefoltert und am Kreuz hingerichtet. Aber sein grauenvolles Ende war nicht das tatsächliche Ende. Er ist bei Gott geborgen, denn Gott hat ihn in seine Wirklichkeit aufgenommen. Karfreitag ist nicht das Ende, sondern darauf folgt Ostern. Das hat vielen Menschen Hoffnung geschenkt und kann auch uns Hoffnung schenken. Wir können darauf vertrauen, dass noch etwas kommt. Niemand weiß genau, wie es am Ende der Zeit weitergeht. Nach Ostern aber dürfen wir hof-fen, dass es weitergeht und dass es gut wird.
Das Gute, die Zukunft, christlich gesprochen: das Reich Gottes, beginnt schon jetzt. Jesus von Na-zareth hat während seines irdi-schen Lebens Menschen geheilt, Grenzen aufgehoben und Unge-rechtigkeiten beim Namen genannt. Damit hat er schon etwas vom Reich Gottes auf Erden vor-weggenommen. Wir sollen und können es ihm nachtun und etwas von dem umsetzen, was ihm wichtig ist: Würde, Gerechtigkeit, Liebe und Frieden. So entsteht bereits in unserer Gegenwart das Reich Gottes.
Ich wünsche uns, dass wir etwas positiv verändern können und dass wir etwas vom Reich Gottes be-reits hier auf Erden verspüren.
Amen.

Eine gute (Lebens-)Reise

wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer G. Hussong