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Losung

Losung für Sonntag, 22. Oktober 2017
Mach dich auf und handle! Und der HERR möge mit dir sein!
1.Chronik 22,16

Simon Petrus sprach:  Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.
Lukas 5,5

© Evangelische Brüder-Unität

Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.                        Johannes 15,13  

 Liebe Gemeinde,
 
es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt: Jesus spricht zu seinen Freunden – und denen ist klar, dass er sein Leben hingeben wird.
Das ganze Leben Jesu war Hingabe – in diesen Spuren folgten ihm andere nach: John Maynard, der trotz Qualms und Feuers seinen Platz auf dem brennenden Schiff nicht verließ, um die Menschen zu retten; Maximilian Kolbe, der sich im KZ anstelle eines Familienvaters ermorden ließ, oder vor kurzem Dominik Brunner, der, als er sich schützend vor Kinder stellte, ermordet wurde.
Diese Menschen geben eine Ahnung dessen, wofür Jesus selbst sich hingab: Aus Liebe zu den Menschen steht er mit seiner ganzen Person hinter uns. Liebe und Hingabe sind die Antwort auf unsere Frage nach Gott. Gott befähigt Menschen zur Hingabe, dazu, über sich selbst hinauszuwachsen.
Unsere christliche Nachfolge in den Spuren Jesu kann sich eben darin üben: Für andere Achtung und Aufmerksamkeit zu äußern.
Das kann die Pflege und das Sorgen um andere Menschen sein – ob Kranke, Kinder oder alte Menschen. Das kann das nachbarschaftliche Verhältnis sein, geprägt von Aufmerksamkeit, von Achtung. Das kann manchmal auch die kleine Aufmerksamkeit sein, mit der wir uns am Arbeitsplatz begegnen. „Schön, dass Du wieder da bist“, so könnte man eine Arbeitskollegin bei ihrer Rückkehr an den Arbeitsplatz freundlich begrüßen bei allem Ärger darüber, dass sie im vergangenem Jahr dreimal über zwei Wochen lang krank war – statt ihr kommentarlos die Aktenstapel und Notizen auf den Schreibtisch zu schieben.
So könnte Hingabe ganz klein beginnen. Ich bin mir sicher: Ihnen und Euch fällt noch mehr ein! Kreativität ist gefragt und echtes Mitgefühl.  Hinschauen statt wegschauen! Aktiv helfen!
Es liegt an uns, ob wir uns anrühren und bewegen lassen,
 
meint Ihr Pfarrer G. Hussong