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Losung

Losung für Samstag, 16. Dezember 2017
Weh denen, die Unheil planen, weil sie die Macht haben!
Micha 2,1

Jesus rief sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an. Aber so ist es unter euch nicht; sondern wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein.
Markus 10,42-43

© Evangelische Brüder-Unität

Gott spricht:
Ich will euch erlösen, dass ihr ein
Segen sein sollt. Fürchtet euch nur nicht und stärkt eure Hände!                

Sacharja 8, 13                                 Monatsspruch Dezember 2009

 

Starke Hände – in diesen Wochen des Advents sind sie besonders gefragt. Weihnachten wirft sein Licht voraus, und es ist soviel mehr zu tun als sonst: Plätzchen backen, der Wohnung weihnachtlichen Glanz und Schmuck verleihen, Geschenke kaufen und Päckchen packen, vielleicht auch Grußkarten und E-Mails schreiben und was noch alles zu erledigen ist bis zum Fest. Schnell regieren da Hektik und Angst, dass das alles wieder viel zu viel und gar nicht zu schaffen ist. Erlösung ist dann, wenn die Feiertage endlich überstanden sind und die müden Hände ruhen dürfen. Aber ist das auch „ein Segen“?

 

Der Prophet Sacharja erinnert uns daran, dass das Wesentliche überhaupt nicht in unseren Händen liegt. „Ich will euch erlösen!“ ist die Botschaft, die er uns von Gott ausrichtet.

Gott ist längst auf dem Weg zu uns. Er will von uns nehmen, was wir an Lasten mit uns herumtragen oder uns selbst und gegenseitig auferlegen. Nur kommt er nicht mit Pomp und Gloria. Im Gegenteil. Ganz klein macht er sich. Aus den Augen eines Kindes

wird er uns anschauen, damit auch wir ihn zuerst in den Gesichtern der Kinder sehen.

„Meine Augen haben deinen Heiland gesehen“, sagt der alte Simeon im Tempel, als er das Jesuskind anschaut – und findet Frieden (Lukas 2,29 u.30).

 

Wer sieht, dass er selbst nicht mehr viel hinzutun muss, kann den Advent viel gelassener angehen. Weil Gott schon auf dem Weg ist, können wir uns auf das Wesentliche konzentrieren. Können uns Pausen gönnen. Können Atem holen. Im wahrsten Sinne des Wortes zur Besinnung kommen. In Ruhe tun, was geht. Das vertreibt die Angst und stärkt die Hände. Und was aus dieser Ruhe heraus zur Vorbereitung des Fests geschieht, wird wirklich ein Segen sein.

 

Eine aus dieser Haltung heraus gesegnete Advents- und Weihnachtszeit

wünscht Ihnen und Euch

 

Pfarrer Gernod Hussong