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Losung

Losung für Sonntag, 22. Oktober 2017
Mach dich auf und handle! Und der HERR möge mit dir sein!
1.Chronik 22,16

Simon Petrus sprach:  Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.
Lukas 5,5

© Evangelische Brüder-Unität

April 2016

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt

geschätzt würde.
Und diese Schätzung war die allererste und

geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.
Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt

Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.
Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und

wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.                                                Lukas 2, 1-7

 


„Denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.“
Jedes Jahr hören wir diesen Satz am Heiligen Abend. In diesem Jahr werden wir ihn bestimmt mit anderen, offeneren Ohren hören als sonst. Weil wir an all die vielen Menschen denken, die derzeit Herberge in unserem Land suchen. Umsonst haben sie schon an anderer Länder Türen angeklopft. Viele setzen ihre Hoffnung nun auf

Angela Merkel, die im Sommer so menschlich reagiert hat, und auf uns Deutsche, von denen ihnen viele große Herzlichkeit entgegengebracht haben.
Werden wir es schaffen, uns diese Herzlichkeit und Bereitschaft zu bewahren, auch wenn es vielleicht etwas enger wird im Land und wir dadurch auch vor schwierige He-rausforderungen gestellt werden?
Auch dann, wenn es nicht nur große organisatorische Probleme zu bewältigen gibt und es den aufkommenden Ängsten zu begegnen gilt, sondern uns auch die nun wieder zunehmende Gewalt-bereitschaft entsetzt?
Bei der Weihnachtsgeschichte wissen wir, wie es weitergeht:
Gott wird geboren in einem armen Kind in einem Stall.
Ob die Menschen damals, wenn sie das vorher gewusst hätten,

die weitgereisten, staubigen und erschöpften Eltern herzlicher

aufgenommen hätten? Ihnen ein schönes Haus zur Verfügung gestellt und sie mit leckerem Essen versorgt hätten? Das wissen wir nicht.
Es hat sich erst später herausgestellt, wer da geboren wurde.
Und heute?

Auch heute kennen wir die Menschen, die zu uns kommen, noch nicht. Und wir wissen auch noch nicht, welche verborgenen Schätze sie für unser Land mit sich bringen. Wir wissen noch nicht, welcher Segen uns durch sie zuteilwerden kann.
Aber eins ist jetzt schon klar:

Allein wenn wir unsere eigene Barmherzigkeit entdecken, dann ist das ein großer Schatz.
Denn dann kommt Gott mitten unter uns.
Überall da, wo Menschen Liebe üben, da wird Gott geboren.

 

Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch

haben einige ohne ihr

Wissen Engel beherbergt.
(Hebräer 13,2)

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest mit

viel Raum für Engel. 

 

Pfarrerin Annette Leppla